CreaCycle Informationblatt vom 11. Januar 2004

Recycling von Mobiltelefonen


Die WEEE Direktive erfordert neue Trenn-Technologien
Der Mobiltelefon-Sektor ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte des IT Geschäfts. In den Jahren von 1995 bis 2001 vergrößerte sich die Anzahl deutscher Mobiltelefonbenutzer um den Faktor 15. Durch die rapide technologische Weiterentwicklung und der Rahmenbedingung, Handys alle zwei Jahre zu wechseln, wird in den kommenden Jahren mit einem sehr hohem Volumen von zu entsorgenden Mobiltelefonen gerechnet.

Der Trend zu immer kleineren Geräten beseitigt allerdings nicht die immer größer werdenden Zweifel an einem vernünftigen Entsorgungsmanagement für diese Kommunikationsgeräte. Das Hauptproblem besteht auf der einen Seite aus den vielen verschiedenen Materialien, die zum Einsatz kommen und auf der anderen Seite aus den geringen Mengen, die dabei verarbeitet werden. Diese beiden Fakten machen die Demontage und die Separierung der wiederverwendbaren Teile zu einem sehr personalintensiven, zeitaufwendigen und teuren Unterfangen. Der Wert der wiederverwendbaren Rohstoffe ist dazu sehr niedrig.

Trotzdem schreibt die Europäische Direktive 2002/96/EC verhältnismäßig hohe Recyclingquoten für Mobiltelefone vor und zwingt damit Recycling-Unternehmen für elektronische Geräte aus dem Konsumentenbereich sinnvolle ökonomische und ökologische Lösungen zu entwickeln.

Ökonomische Demontage von Handys mit dem CreaSolv® Prozess
Der CreaSolv® Prozess ist ein Kunststoff-Recyclingverfahren, das vom Fraunhofer-Institut IVV und der CreaCycle GmbH entwickelt wurde und eine einfache Problemlösung offeriert, da das Telefongehäuse aus einem lösbaren Kunststoffmaterial (ABS/PC).

Behandelt man entsorgte Mobiltelefone mit einem geeigneten Lösemittel erhält man zwei Fraktionen:
1. Die nicht zum Gehäuse gehörenden abgetrennten Komponenten, die durch die üblichen Metallrückgewinnungstechniken recycelt werden können.
2. Eine Kunststoff-Lösung, aus der Kunststoffe von hoher Qualität durch den CreaSolv® Prozess wiedergewonnen werden können.
Da das Lösemittel komplett im Kreis geführt werden kann und Demontage-Raten von 1 Tonne pro Tag möglich sind, bietet der CreaSolv® Prozess eine technologisch überzeugende und ökologische Lösung.

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