DBU aktuell Nr. 2 / Februar 2012 

Informationen aus der Fördertätigkeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Neues Recyclingverfahren für technische Bürsten

Eine deutliche Umweltentlastung kombiniert mit einer guten Wirtschaftlichkeit durch die Substitution von Neuware, das bietet ein innovatives Recycling für die Schleiffilamente technischer Bürsten, das von der CreaCycle GmbH (Grevenbroich) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising entwickelt wurde.


dbu_pa_deu.jpgSchleiffilamente bestehen aus einem Polyamid-Trägermaterial, das mit einem abrasiven Schleifkorn aus Siliziumcarbid, Diamant oder Keramik besetzt ist. Bei dem auf umfangreichen Vorarbeiten basierenden CreaSolv®-Verfahren wird das Trägermaterial in einem kennzeichnungsfreien Lösungsmittel gelöst, und danach das Schleifkorn aus der Polymerlösung abgetrennt. Daraus resultieren hochwertige Schleifkorn- und Polyamid-Recyclate ohne nennenswerte Nebenprodukte.
Damit bietet sich erstmals die Möglichkeit, die hochabrasiven Produktionsabfälle von Schleiffilament-Produzenten sowie Schleiffilament-Reste von Endkunden wiederzuverwerten. Allein beim Pilotanwender Hahl Filaments GmbH in Munderkingen lassen sich durch das CreaSolv®-Verfahren etwa 160 Jahrestonnen an Produktionsabfall und damit annähernd 900 Tonnen Kohlendioxidemissionen vermeiden.

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