Die Verwertung von expandiertem Polystyrol (EPS) leidet unter zwei Hauptproblemen: Den hohen Transportkosten und den geringen Qualitäten der Recylate.

Transport
Die geringe Dichte von expandiertem Polystyrol (EPS) sorgt für  hohe Transportkosten. Einige EPS EPS-Kreislauf heuteSammelstellen zerkleinern bereits Verpackungsformteile, um die Schüttdichte zu reduzieren. Damit erreicht man allerdings nur eine Volumenreduzierung um den Faktor 2-3.  Eine zusätzliche Verpressung kann diesen Faktor auf 10 erhöhen. Von zentralen Sammelstellen gelangen die Presskörper zu Verarbeitern, die es zu Polystyrol niederer Qualität extrudieren oder werden direkt nach Fernost exportiert.

Qualität
EPS-Abfall fällt hauptsächlich aus den Bereichen Bau und Verpackung an. EPS aus dem Baubereich enthält bromierte Flammschutzadditive. Da dieses EPS jedoch optisch oft nicht von EPS aus dem Verpackungsbereich unterschieden werden kann, muss man davon ausgehen, dass beide Typen an den Sammelstellen gemeinsam erfasst und verarbeitet werden.

Der Hauptanteil des gesammelten EPS wird thermisch verwertet oder in Poroton® Ziegeln und Ausgleichs-Estrichen verarbeitet. Diese Anwendungen stellen nur geringe Anforderungen an die Reinheit des Materials. Dies spiegelt sich im niedrigen Marktwert wieder. Hochwertige Anwendungen wie Spritzguss und re-expandierbares Polystyrol setzen geringe thermische Schädigungen und hohe Reinheiten voraus. Mit konventionellen Verfahren können diese Voraussetzungen jedoch nur in Ausnahmefällen erreicht werden.

Ein starkes Komprimieren und Re-extrudieren des EPS-Abfalls führt zu einer zusätzlichen qualitätsmindernden thermischen Belastung des Polystyrols. Zusätzlich können enthaltene Flammschutzadditive dabei toxische bromierte Zerfallsprodukte bilden.

Poroton® ist eine eingetragenes Warenzeichen des Verbandes der Poroton-Hersteller e.V.

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